Brackel, W. v. 1989. Vegetationskundliche Untersuchung einer Stromleitungs-Trasse. – Natur und Landschaft 64 (11): 506–510.

Zusammenfassung

Die Flächen unter einer 110-kV-Leitung, einer 20-kV-Leitung und eines parallel verlaufenden Streifens Hochwald werden in zwei Abschnitten (wenig geneigte ± feuchte Fläche auf malmüberrolltem Dogger und steil westexponierte warm-trockene Fläche auf Malmkalk) nach floristischen und pflanzensoziologischen Gesichtspunkten untersucht. Die Ergebnisse sind in pflanzensoziologischen Aufnahmen, in Florenlisten sowie in Vegetations- und Fundortkarte festgehalten. Auf den Schneisen werden unterschiedlich dichte Niederwälder, ein niederwaldartiger Steinschuttwald, Felsgesellschaften und stark strukturierte Komplexe aus Gebüschen, Säumen, Staudenfluren und Magerrasenelementen aufgefunden. Der angrenzende Hochwald wird von der Buche beherrscht, teilweise finden sich schluchtwaldartige Bestände und ein kleinflächiger Eschenbestand. Die Artenzahlen (Farn- und Blütenpflanzen sowie Moose) liegen auf den einzelnen Vergleichsflächen der Schneisen um 120 bis 150, auf denen des Hochwaldes um 60, wobei alle als selten einzustufenden Arten außer der Elsbeere, der Wildbirne und der Schuppenwurz nur auf den Schneisen vorkommen. Eine herausragende Stellung nimmt die Fläche unter den Stromleitungen am Malm-Steilhang ein: hier finden sich die höchste Artenzahl, die höchste Zahl seltener Arten, die höchste Zahl der Kartiereinheiten und die höchsten ökologischen Wertzahlen nach Seibert.

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