Brackel, W. v. & Howein, H. 2013. Quelltypische Moose und Flechten: Steckbriefe. – Broschüre herausgegeben vom Bayerischen Landesamt für Umwelt, Augsburg, 63 S.

Einleitung

Die in diesen Steckbriefen beschriebenen Arten aus der Gruppe der Kryptogamen sind in besonderer Weise an die in Quellen vorherrschenden Standortbedingungen angepasst. Diese Standorte zeichnen sich insbesondere durch folgende Merkmale aus: Die meisten der in den Steckbriefen beschriebenen Arten kommen nicht ausschließlich in Quellen vor, sondern sind auch in anderen frischen, feuchten oder nassen Lebensräumen zu finden. Ihren Optimalstandort (bezogen auf Deutschland) finden sie aber durchaus in Quellen. Einige der Arten verfügen beispielsweise in kaltem Wasser überihre höchste Assimilationsrate. Die beschriebenen Quellarten wachsen je nach Art direkt im aquatischen Bereich der Quelle, im abfließenden Quellbach, in den amphibischen Bereichen am Ufer der Quelle und des Quellbaches sowie an vom Spritzwasser benetzten Flächen in der unmittelbaren Umgebung der Quelle. Bevorzugte Substrate sind Felsen, Steine, kiesiger Untergrund, aber auch der Boden oder in das Wasser ragende Wurzeln und Totholz. Bei der Erfassung der Moos- oder Flechtenflora von Quellen wird man auch auf andere, in den Steckbriefen nicht enthaltene Arten treffen. Dies können allgemein feuchtigkeitsliebende oder -tolerante Arten sein, bzw. terrestrische Arten, die sich im Übergangsbereich zwischen Quelle und Umland angesiedelt haben.

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